Jedes Jahr stehen Marketing Verantwortliche vor der gleichen Herausforderung, die Trends im Online Marketing für das kommende Jahr richtig einzuschätzen. Was möchten die Kunden, in welche Bereiche sollte man mehr Zeit und Geld investieren um die Kunden bestmöglich abzuholen. Einer der Punkte der sich sehr rasant verändert, ist das Digitales Marketing. Was heute noch funktioniert, kann schon in kürzester Zeit veraltet und nicht mehr UpToDate sein.

Um 2021 nicht die falschen Entscheidungen zu treffen, haben wir eine Einschätzung der Online-Marketing Trends für 2021 zusammengestellt.

13 Trends – Was zählt 2021 im Online-Marketing?

1. E-Shopping in den Sozialen Medien wie Facebook, Instagram

Beinahe 4 Milliarden Menschen nützen weltweit täglich Social Media. Es werden Inhalte verteilt, gelesen oder Inspirationen gesammelt. Die führenden Plattformen sind derzeit

  • Instagram,
  • Facebook,
  • YouTube
  • oder Pinterest.

Mitte 2020 wurden Facebook- und Instagram-Shops vorgestellt mit denen man deutlich mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen kann. Nicht nur die junge Generation verbringt über 2 Stunden pro Tag in den Social Media Kanälen, auch immer mehr Ältere über 55+, entdecken die Vorteile für sich. Es ist möglich Produkte direkt auf dem eigenen Profil anzubieten und zu verkaufen. Das bringt ein enormes Umsatzpotenzial auch für Startups und kleine Unternehmen. Produkte können so in Form von Storytelling oder

2. Influencer Marketing

Die Zeit des Influencer Marketing wächst und wächst. Speziell in Japan und in weiteren asiatischen Ländern arbeitet jeder erfolgreiche Shop mit teilweise mehreren Influencern erfolgreich zusammen. Wir selbst haben Kunden, die mit den richtigen Influencern, aktuell eine +100% Steigerung des Umsatzes erleben.

Im Bericht “The Power of Influence”, wird beispielsweise empfohlen, dass Marken 25 Prozent des Budgets für digitales Marketing für Influencer- Marketing ausgeben sollten. Meiner Meinung nach sind wichtige Trends für 2021 im Bereich Influencer-Marketing:

  1. Der Aufstieg von Mikro-Influencern
  2. Mehr Fokus auf Performance Marketing
  3. Langfristige Beziehungen zu Influencern aufbauen
  4. Vom Verstärker zum Kommunikator

3. Suchmaschinenoptimierung für die Sprachsuche

Siri, Alexa und Co. – die Sprachsuche geht rasant voran und wird von Jahr zu Jahr besser. Beobachtet einmal Jugendlichen oder Kindern, wenn diese Dinge in YouTube oder Google suchen. Das ist die neue kommende Generation, die zu zukünftigen neuen Kunden wird. Wir haben hierzu im Freundeskreis eine kleine Studie durchgeführt, von 50 Kindern & Jugendlichen nutzen die Sprachsuche über 80%.

Deswegen bringen sogenannte Longtail Optimierungen von Keywords, die Menschen über W-Fragen suchen, einen stetigen Mehrwert auf der Webseite oder im Online-Shop. Je besser eine Website auf die W-Fragen(ausführliche Suchanfragen) antworten kann, umso mehr wird der Nutzer genau das angeboten was er sucht. Dies sendet positive Signale an Google.

4. Featured Snippets

Gibt es eine bessere Position als Platz 1 in Google? Ja, die sogenannte Position Zero(0). Eine “W-Frage” wird in einer separaten Box oberhalb des ersten Suchbegriff platziert und befindet sich ganz oben. Dies sind Nutzer-Fragen, die Google direkt in einer Box beantworten möchte.
Die Fragen kommen in unterschiedlichsten Variationen vor, um dies zu erreichen muss der Content dementsprechend aufbereitet werden.

Das Thema strukturierte Daten ist noch weitgreifender schaut man sich nie neuesten Patente und Innovationen von Google genauer an. Strukturierte Daten, werden noch weiter an Bedeutung gewinnen und sich weiterentwickeln. bereits im September 2020 konnte man das erste Beispiel für strukturierte Schnipsel innerhalb von SERPs sehen, das ein Beweis für einen zukünftigen Trend sein kann.

5. Lokale SEO

Nicht nur während der Corona Zeit ist die sogenannte “Lokale Google Suche” bzw. Platzierung auch für viele Lokale Unternehmen sehr wichtig.


Unter lokalen Seo kann man grob erklärt verstehen, dass wenn ein User aus Stuttgart “Taxi” oder “Taxi Stuttgart” in Google eingibt, ihm lokale Unternehmen in der Suche zuerst angezeigt werden. Hierbei müssen wichtige Punkte wie eine passende Erscheinung deines Unternehmens in den lokalen Suchergebnissen beachtet werden. Man muss hierzu eine spezielle Google Verifizierung über „Google My Business“ durchlaufen. Entweder man besitzt ein Unternehmensprofil oder man muss dies komplett neu anlegen. Danach ist es möglich, schneller an lokale Kunden mit hoher Kaufabsicht zu gelangen.

6. CONTENT und der Suchintention

Der richtige Content, der zur richtigen Zeit die Bedürfnisse und Fragen des Users am besten abbildet gewinnt. Daher bekommt der Dauerbrenner “Content” zunehmend Gewicht. In den “Google Quality Guidelines” wird immer mehr auf den Wert des Suchinent „Quality Content“ gelegt. Im neusten Google Update, haben wir gesehen das viele transaktionelle Keywords nur noch von Online-Shops eingenommen werden. Es war einige Zeit lang möglich mit Blog-Artikel darauf zu ranken.

Durch den immer besser werdenden semantisch Zusammenhang, den Suchmaschinen zunehmend lernen muss der Content ein Thema umfassend behandeln. Liefert man nicht die richtigen Informationen, so springt der Nutzer ab und sucht bei den Mitbewerbern weiter. Ein guter Text ist informierend und beratend und beinhaltet zusätzlich Inhalte wie

  • Videos
  • Bilder
  • Grafiken
  • Korrekte H1,H2,H3 Auszeichnungen

Kauft nicht günstigen Content ein. Ihr bekommt das was ihr bezahlt, so ein altes Sprichwort. Herausragender Content gehört zu den wichtigsten Kriterien für Top Google Rankings. Deswegen gehört Content-Marketing und Suchmaschinenoptimierung zusammen und darf in einer erfolgreichen Online-Marketing-Strategie nicht fehlen.

7. Personalisierung

Was Facebook schon längst vorgemacht hat, wird immer mehr von vielen Firmen erfolgreich umgesetzt. Personalisierung im E-Commerce Bereich ist nicht mehr wegzudenken. Mit passenden CRM-systemen und BIG-DATA können Kunden und Zielgruppen ein individuelles Nutzererlebnis erhalten. Hierbei wird die Conversionrate deutlich erhöht. Das Thema ist zwar nicht neu, es bietet aber immer noch gewaltiges Entwicklungspotenzial.

8. Soziale Netzwerke wie TikTok

Durch die Pandemie gab es bei der Akzeptanz sozialer Netzwerke einen großen Schub. Speziell Videoplattformen wie TikTok, können die Kaufabsicht erhöhen. Deswegen sollte man 2021 TikTok genauer im Auge behalten, da dieses soziale Netzwerk sein Angebot umgestalten wird.

Quelle: smartinsights

9. Google „Web Vitals“

Im Mai 2021 wird es knallharte Kennzahlen geben, die messbar sind und die Google Platzierungen mitbestimmen werden. Wir sprechen von dem Google „Web Vitals“ LCP, FID und CLS. Diese werden uns schon ab heute, sowie die nächsten Jahre intensiv beschäftigen. Hierbei geht es um die Metriken Largest Contentful Paint, Cumulative Layout Shift sowie First Input Delay.

FID:
Die erste Eingangsverzögerung (First Input Delay, FID) ist eine wichtige, benutzerzentrierte Metrik zur Messung der Reaktionsfähigkeit der Last, da sie die Erfahrung quantifiziert, die Benutzer beim Versuch haben, mit nicht reagierenden Seiten zu interagieren. Eine niedrige FID stellt sicher, dass die Seite verwendbar ist .

LCP:
Largest Contentful Paint (LCP) ist eine wichtige, benutzerzentrierte Metrik zur Messung der wahrgenommenen Ladegeschwindigkeit, da sie den Punkt in der Seitenladezeitleiste markiert, an dem der Hauptinhalt der Seite wahrscheinlich geladen wurde. Ein schneller LCP hilft dem Benutzer, die Seite nützlich zu machen.

CLS:
Google nennt als guten CLS-Score einen Wert von unter 0,1.
Die kumulative Layoutverschiebung (Cumulative Layout Shift, CLS) ist eine wichtige, benutzerzentrierte Metrik zur Messung der visuellen Stabilität, da sie dazu beiträgt, zu quantifizieren, wie oft Benutzer unerwartete Layoutverschiebungen erleben. Ein niedriger CLS sorgt dafür, dass die Seite angenehm ist . Auf Nummer sicher zu gehen, sollte man versuchen die 75. Perzentile aller Page Loads zur Messung heranziehen.

Im Zusammenspiel mit https, http2(Reduzierung der Request-Anfragen)und der Optimierung für die mobile Ansicht, wird es viel für den technischem SEO Part in 2021 geben.

10.Suchintention und E-A-T

Vergleicht man die letzten Google Quality Rater Guidelines, der Anleitung zum Bewerten von Webseiten des Suchmaschinenriesen das von Google bereit gestellt wird, sieht man das E-A-T stark zugenommen hat. E-A-T steht für Expertise, Authority und Trustworthyness.
Die Quality Rater sind über 10.000 Angestellte von Google. verteilt auf der ganzen Welt bewerten Sie Webseiten nach dem Leitfaden des “Google Quality Rater Guidelines” und vergeben einen Quality Score. Google setzt YMYL-Seiten einen höheren Anspruch an Qualität an. YMYL bedeutet “Your Money, Your Life” also Seiten die Menschen beeinflussen können und größere Auswirkungen haben können. Dazu zählen Seiten wie:

  • Shopping-Seiten
  • Webseiten für Finanzen
  • Webseiten für Nachrichten
  • Webseiten für Erziehung
  • Webseiten rund um Geld / Geldanlagen
  • Webseiten für Gesundheit
  • Webseiten für Rechts-Themen

Das Thema E-A-T ist noch weitrechender und wirkt sich auch in Richtung Suchintent aus. Google unterscheidet prinzipiell drei Arten von Suchintentionen: Know(Informational), Do(Transactional), Go(Navigational). Daher ist es wichtig, dem User einerseits Inhalte bereitzustellen, das dessen Suchintention entsprechen und andererseits die Erhöhung der Expertise, Authority und Trustworthyness.

Den E-A-T könnte man durch folgende Punkte möglicherweise verbessern:

  • „Teilenswerten“ hochwertigen Content kreieren.
  • Gastbeiträge
  • Transparente Informationen über den Webseitenbetreiber im Impressum
  • Über uns Seiten
  • Social Media Accounts verknüpfen
  • Backlinks von wichtigen Seiten erhalten
  • Zertifikate
  • usw. usw.

11.Omnichannel-Handel einschließlich Social Commerce

Zuletzt hat die nordamerikanische E-Commerce-Agentur „Absolunet“, Schlüsselzeichen für die Social Commerce Popularität identifiziert.

  • 87% der E-Commerce-Käufer glauben, dass soziale Medien ihnen helfen, eine Kaufentscheidung zu treffen.
    Jeder vierte Unternehmer verkauft über Facebook.
  • 40% der Händler nutzen soziale Medien, um Verkäufe zu generieren.
  • 30% der Verbraucher geben an, dass sie direkt über Social-Media-Plattformen einkaufen würden.

Eine umfangreiche Kundenkommunikation sollte erstellt werden. Diese muss den Nutzer in verschiedenes System abholen und zur Omnichannel Nutzung führen. Es verbessert die Loyalität und Interessenvertretung.

12. Digitale Strategien in Unternehmen

Die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig eine Digitalisierung ist. 2021 werden so viele Firmen wie nie zuvor eine Digitalisierung angehen oder vorantreiben. Viele Unternehmen haben jedoch noch Probleme in der Konzentration auf integrierte Strategien, Tests und Optimierungen. Auch die mangelnden Fähigkeiten in der integrierten Kommunikation im Hause gehört definitiv dazu.

Wir haben schon vielen Firmen in der Digitalisierung weitergeholfen und so die Möglichkeiten für das Wachstum der Unternehmen gesorgt. Ein großer Punkt ist hierbei der richtige Umgang mit den Mitarbeitern, an der richtigen Einführungsstrategie hängt und fällt eine schnelle Digitalisierung.

Bei einer digitalen Transformation muss das Ziel sein, eine Art Roadmap zur Verbesserung der digitalen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln und gleichzeitig die digitalen Marketingaktivitäten, die immer verfügbar sind, in das Marken- und Produktmarketing des Unternehmens zu integrieren.

13. Online-Videos auf YouTube

Durch die COVID-19 Pandemie verbringen die Menschen mehr Zeit zu Hause. Dies bedeutet, dass mehr als jemals zuvor Online-Videos konsumiert werden. Die Menschen sehnen sich nach Videos die sie unterhalten. informieren und das sie dadurch mit anderen Menschen in Verbindung bleiben.

Google sagt voraus, dass bis 2022 mehr als 80% des Internetverkehrs der Verbraucher durch Online-Videos gesteuert werden. Dies kommt natürlich durch die derzeitige hohe Akzeptanz an Online-Videos in Schwung. Laut internen Daten von YouTube(März 2020), ist YouTube im Fernsehen gegenüber dem Vorjahr um 80% gewachsen. Dies hängt auch damit zusammen, dass immer mehr Menschen die Videos auf großen Endgeräten oder sogar Leinwänden konsumieren möchten.

Wer also im Jahr 2021 den Online-Videotrend nutzen möchte, sollte seine Kunden da abholen möchte wo diese sich gerade befinden. Daher kommt man an YouTube Videos nicht vorbei und sollte sich um ein Video-Konzept kümmern.

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